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Prophylaktische Keimreduktion und Vermeidung von Beigeschmack im Fisch mittels innovativer Ultraschall-Verfahren

Projektbeschreibung:

Große Probleme in der intensiven kreislaufgeführten Aquakultur stellen vor allem immer wieder Infektionskrankheiten dar, die häufig Ursache für schwerwiegende Produktionseinbrüche sind. Ein weiteres großes Problem bei der intensiven Haltung in geschlossenen Kreislaufsystemen ist zudem ein häufig auftretender Beigeschmack (Off-flavour) der kultivierten Fische, der zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Produktqualität und somit zu starken finanziellen Verlusten der Produzenten bis hin zum vollständigen Produktionsausfall führen kann. So sind Infektionskrankheiten bedingt durch einen erhöhten Erregerdruck, sowie Geschmacksbeeinträchtigungen der Fischprodukte zwei der weltweit wichtigsten limitierenden Faktoren für den ökonomischen Betrieb geschlossener Kreislaufsysteme.

Eine kombinierte Ursachenbekämpfung von Infektionskrankheiten und Beigeschmack im Fisch ist folglich von größtem Nutzen. Daher ist das Ziel dieses Projektes die Evaluierung und Etablierung eines neuen innovativen physikalisch-chemischen Wasseraufbereitungsverfahrens zur prophylaktischen Keimreduktion sowie zur Vermeidung von Geschmacksbeeinträchtigungen bei Edelfischen in Kreislaufsystemen. Wesentliche Aufgabe des Projekts stellt dabei die Evaluierung eines innovativen Ultraschall-Verfahrens unter Betrachtung biologischer, chemischer, technischer und ökonomischer Aspekte dar. Hierzu sollen neben betriebswirtschaftlichen Analysen der anfallenden Kosten vor allem experimentelle Untersuchungen zur Effektivität des Ultraschall-Verfahrens bezüglich einer prophylaktischen Keimreduktion, sowie einer Entfernung der geschmacksbeeinträchtigenden Stoffe bei unterschiedlichen Dosierungen und Systembedingungen sowohl in Süß- als auch in Meerwasser durchgeführt werden. Basierend auf den erarbeiteten Kenngrößen soll eine verfahrenstechnische Optimierung der untersuchten Methode im Sinne einer Anpassung an Aquakulturbedingungen erfolgen und im Technikums-Maßstab in-situ evaluiert werden.

Projektfinanzierung & Finanzvolumen

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
259.900 € Fördersumme

Projektleiter

Prof. Dr. Carsten Schulz, Wissenschaftlicher Leiter der GMA
Dr. Jan Schröder

Projektmitarbeiter

Dip-Ing. Hansup Nam Koong

Projektzeitraum

15. Juni 2012 - 31 August 2015

Aimes GmbH
Gesellschaft für Marine Aquakultur (GMA) mbH

Die GMA hat sich zum Ziel gesetzt, den Entwicklungsprozess der Aquakultur und im speziellen der Marinen Aquakultur im Bereich der angewandten Forschung zu begleiten und zu unterstützen. Am Standort Büsum ist dazu 2009 ein Forschungszentrum entstanden, das nach den neuesten wissenschaftlichen und technischen Vorgaben eingerichtet ist.