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Entwicklung von Probiotika für die Produktion des Steinbutt in Kreislaufanlagen

Projektbeschreibung:

Im geplanten Forschungsvorhaben soll durch den gezielten Einsatz von probiotischen Kulturen die Fütterung effizienter und das Gesundheitsmanagement positiv beeinflusst und damit der Druck auf die Gesamtphysiologie und das Immunsystem des Tieres durch Krankheiten in Kreislaufsystemen minimiert werden. Dies resultiert folglich in erhöhtem Wachstum, besserer Gesundheit und damit auch in höherer Produktivität. Die positive Wirkung verschiedener Probiotika konnte in vorangegangenen Studien an einigen Fisch- und Krebstierarten nachgewiesen werden. Die Wirksamkeit scheint von vielen Faktoren wie der Art des Probiotikums und des Wirtsorganismus, der Konditionierung des Wirtsorganismus und der Umweltparameter im Haltungssystem abzuhängen. Insbesondere bei suboptimaler Nährstoffversorgung zeigen oral, über das Futtermittel verabreichte Probiotika einen positiven Einfluss auf die Verdauungsphysiologie und damit die Konditionierung von Fischen. So bewirkt die Etablierung vieler probiotischer Stämme im Verdauungstrakt eine verbesserte Verdauung und einen prophylaktischen Effekt gegenüber Krankheitserregern. Eine erhöhte Resistenz gegenüber akutem und chronischem Stress konnte in Einzelfällen festgestellt werden. Der hohe Verkaufswert des Steinbutt und zunehmende Produktionszahlen in Europa stellen einen viel versprechenden Kontext für die Entwicklung eines artspezifischen Probiotikas für die Aquakultur des Steinbutt dar.

Projektfinanzierung

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Projektleiter

Prof. Dr. Carsten Schulz, Wissenschaftlicher Leiter der GMA
Dr. Sven Würtz, IGB

Projektmitarbeiter

Dipl.- Biol. Konrad Wanka

Projektzeitraum

1. Januar 2013 bis 31. August 2015

Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei

Das IGB ist das bundesweit größte und eines der international führenden Forschungszentren für Binnengewässer.