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Neue Erkentnisse zum Energiemetabolismus des Karpfens

Aufgrund der seit Jahren weltweit ansteigenden Produktionsraten von Karpfen (Cyprinus carpio) in der Aquakultur müssen geeignete Rohstoffalternativen zu Fischmehl und -öl für die Karpfenernährung gefunden und evaluiert sowie präzise Empfehlungen hinsichtlich des Nährstoff- und Aminosäurebedarfes gegeben werden. Bei der Evaluierung des Potentials einzelner Diätinhaltsstoffe spielen Nährstoff- und besonders Aminosäureverdaulichkeiten eine große Rolle, da die Kotenergie den größten Anteil an Energieverlusten der Bruttoenergie ausmacht und Verdaulichkeiten einzelner Aminosäuren die Proteinverdaulichkeit nicht immer widerspiegeln. Der Nährstoff- und Aminosäurebedarf von Fischen ist beeinflusst durch Nährstoffinteraktionen, da Proteine, Fette und Kohlenhydrate z.T. in den gleichen Stoffwechselprozessen eingebunden sein können. Ebenso haben die Höhe der Ammoniumausscheidungen und des Sauerststoffverbrauchs der Fische eine entscheidende Relevanz für die Bedarfsableitungen, da diese weitere energetische Verluste darstellen und Auswirkungen auf die Umwelt bzw. Haltungsbedingungen haben. Im Forschungsvorhaben sollen deshalb neue Erkenntnisse zum Energiestoffwechsel des Karpfens durch den Einsatz neuer, an Karpfen noch nicht angewendeten Versuchsmethoden, -designs und statistischer Auswertungs-Techniken gewonnen werden. Hiermit werden Nährstoff-, Energie und Aminosäureverdaulichkeiten von Futtermittelrohstoffen sowie Interaktions-Effekte von Nährstoffen in Karpfendiäten evaluiert und der Einfluss von Protein und essentiellen Aminosäure-Defiziten in Diäten auf den Energiestoffwechsel des Karpfens untersucht.

ProjektfinanzierungEvonik Industries AG

Projektleiter
Prof. Dr. Carsten Schulz, wissenschaftlicher Leiter der GMA

Projektmitarbeiter
Christin Heinitz, Doktorandin

Projektzeitraum 03/2012 - 02/2015