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TroutEarlyNutrition - Metabolische Programmierung juveniler Forellen

 

Pflanzliche Proteinquellen werden als Futterbestandteil in der Aquakultur immer gefragter. Jedoch können sekundäre Pflanzenstoffe (sog. Antinutritiva) einen negativen Einfluss auf die Verdaulichkeit und die Darmgesundheit verschiedener Fischarten haben. In der Praxis werden für die Ernährung juveniler Forellen nur geringe Mengen an pflanzlichen Rohstoffen und vermehrt Fischmehl eingesetzt. Der Anteil pflanzlicher Bestandteile im Futter nimmt jedoch mit dem Alter der Tiere stetig zu. Basierend auf neuesten Erkenntnissen aus der Epigenetik und der Humanernährung soll exemplarisch an Bachforellen und Regenbogenforellen untersucht werden, ob die Erstfütterung juveniler Salmoniden mit pflanzlichen Rohstoffen einen positiven Effekt auf die spätere Verwertbarkeit und Tiergesundheit hat. Es gibt bereits Erkenntnisse, dass die Brut von Regenbogenforellen ihre Verdauung (Enzymaktivitäten etc.) an ihr Fütterungsregime anpassen kann. Insofern soll in diesem Versuch der Mechanismus der Prägung ausgenutzt werden, um den Anteil an Fischmehl im Brutfutter erfolgreich senken zu können und um gleichzeitig den negativen Effekt bestimmter sekundärer Pflanzenstoffe, durch eine indirekte Gewöhnung des Verdauungsapparates an diese Nährstoffe, zu verhindern. Ein Vergleich zwischen den beiden Arten soll aufzeigen, inwieweit die intensive Züchtung der letzten Jahrzehnte bereits Gewöhnungseffekte an bestimme Futterregime hervorgerufen hat und dient somit auch gleichzeitig als Verifizierung möglicher epigenetischer Mechanismen.

Prof. Dr. Carsten Schulz, Wissenschaftlicher Leiter der GMA
Prof. Dr. Jeffrey Hutchings, Dalhousie Universität, Halifax, Kanada

Januar 2013 - Dezember 2015

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Gesellschaft für Marine Aquakultur (GMA) mbH

Die GMA hat sich zum Ziel gesetzt, den Entwicklungsprozess der Aquakultur und im speziellen der Marinen Aquakultur im Bereich der angewandten Forschung zu begleiten und zu unterstützen. Am Standort Büsum ist dazu 2009 ein Forschungszentrum entstanden, das nach den neuesten wissenschaftlichen und technischen Vorgaben eingerichtet ist.

Helmholtz Gemeinschaft
Skretting Aquaculture Research Center